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Aktualisiert am 20. Oktober 2026

Shopify oder WooCommerce? Vergleich mit Kosten, Gebühren und Wartung

Shopify oder WooCommerce? Shopify-Preise in Euro, Gebühren im Rechenbeispiel, Wartungsaufwand und wann welches System passt. Stand Oktober 2026.

Shopify oder WooCommerce? Vergleich mit Kosten, Gebühren und Wartung
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Shopify passt, wenn Sie schnell verkaufen wollen, noch keine WordPress-Website haben und sich nicht um Server, Updates und Backups kümmern möchten. WooCommerce passt, wenn Sie schon mit WordPress arbeiten, eigene Funktionen oder eine Warenwirtschaft brauchen und jemand den Shop regelmäßig pflegt. Der Kostenunterschied steckt weniger in der Software als in den Zahlungsgebühren und der Wartung: Shopify kostet für Unternehmen in Deutschland ab 36 € im Monat (27 € bei jährlicher Zahlung) plus Kartengebühren ab 2,1 % + 0,30 € je Zahlung. WooCommerce selbst kostet nichts, dafür bezahlen Sie Hosting, Erweiterungen und die Pflege. Stand dieser Zahlen: 20. Oktober 2026, abgerufen auf den Preisseiten der Hersteller.

Damit Sie meine Einschätzung einordnen können: Ich arbeite als WooCommerce-Entwickler. Meine Empfehlung am Ende ist deshalb nicht neutral. Die Zahlen davor sind es, sie stammen von Shopify und WooCommerce selbst.

Mieten oder selbst betreiben

Bei Shopify mieten Sie ein fertiges Shopsystem. Hosting, Sicherheitsupdates und der Checkout gehören zum Abo, und laut Shopify-Preisseite ist die Plattform nach PCI-DSS Level 1 zertifiziert, dem Standard für die Verarbeitung von Kartendaten. Sie arbeiten innerhalb der Grenzen Ihres Plans, Zusatzfunktionen kommen über Apps.

WooCommerce ist eine kostenlose Erweiterung für WordPress. Ein Monatsabo gibt es laut Preisseite des Herstellers nicht. Der Shop läuft auf einem Server, den Sie selbst wählen, und der Code gehört Ihnen. Dafür liegen Updates, Sicherheit und Backups bei Ihnen oder bei dem, den Sie damit beauftragen.

Was Shopify in Deutschland kostet

Shopify rechnet für Unternehmen in Deutschland in Euro ab. Die Preisseite nennt am 20. Oktober 2026 diese Monatspreise, bei jährlicher Zahlung wird das ganze Jahr im Voraus abgerechnet:

Planmonatlichjährlich
Basic36 €27 €
Grow105 €79 €
Advanced384 €289 €
Plusab 2.100 €keine Angabe

Dazu kommen die Gebühren je Zahlung. Wickelt Shopify Payments die Zahlung ab, zahlen Sie die Kartengebühr (Spalte „Karte“, online). Wickelt sie ein externer Zahlungsanbieter ab, berechnet Shopify eine Zusatzgebühr (Spalte „Extern“), und die Gebühren des Anbieters kommen noch dazu:

PlanKarteExtern
Basic2,1 % + 0,30 €2 %
Grow1,8 % + 0,30 €1 %
Advanced1,6 % + 0,30 €0,6 %
Plus1,3 % + 0,30 €0,2 %

Neue Shops testen drei Tage kostenlos und zahlen danach bei den meisten Plänen drei Monate lang 1 € im Monat. Die Zusatzgebühr ist der Posten, den viele übersehen. Laut Shopify-Hilfe fällt die Zusatzgebühr an, sobald ein externer Zahlungsanbieter die Zahlung abwickelt. Mit Shopify Payments entfällt sie für Kartenzahlungen, Shop Pay, manuelle Zahlarten wie Überweisung und für PayPal, wenn Shopify Payments der Hauptanbieter ist. Bei Shops, die ab dem 12. Mai 2025 eröffnet wurden, berechnet Shopify sie außerdem auf Beträge, die mit Shop-Guthaben oder Gutscheinen bezahlt werden.

Zwei Grenzen der günstigeren Pläne stehen in der Funktionsübersicht derselben Preisseite: Den Checkout können Sie in Basic, Grow und Advanced nur eingeschränkt anpassen, vollständig erst in Plus. B2B-Kataloge gibt es in allen Plänen, aber höchstens drei, unbegrenzt ebenfalls erst in Plus. Bezahlte Apps und ein Premium-Theme kommen je nach Bedarf zum Abo dazu.

Was WooCommerce kostet

Die Software kostet nichts, laufende Kosten entstehen trotzdem. Sie verteilen sich auf mehrere Posten:

  • Hosting, das zu Besucherzahl und Sortiment passt
  • Premium-Erweiterungen, oft als Jahreslizenz. In deutschen Shops setze ich die rechtlichen Anforderungen meist mit Germanized um, das WooCommerce um typische deutsche Shop-Funktionen ergänzt und den Checkout für die Button-Lösung anpasst.
  • Updates von WordPress, WooCommerce, Theme und Plugins, vorher getestet
  • die Gebühren des Zahlungsanbieters

Eine eigene Gebühr auf Zahlungen erhebt WooCommerce nicht. Die hauseigene Zahlungslösung WooPayments nennt für Unternehmen in Deutschland 1,5 % + 0,25 € je Zahlung mit einer europäischen Karte, für Karten von außerhalb Europas kommen 2 % dazu. Eine Monatsgebühr gibt es nicht. Ohne USt-IdNr. kommen auf diese Gebühren 19 % Umsatzsteuer.

Mit welchen Beträgen Sie für Hosting, Lizenzen und Pflege rechnen sollten, habe ich in Was kostet ein WooCommerce-Shop? zusammengestellt. Hier geht es um den Vergleich.

Rechenbeispiel: 10.000 € Umsatz im Monat

Angenommen, Ihr Shop hat im Monat 200 Bestellungen zu je 50 €, alle per Karte von Kunden in Deutschland bezahlt. Dann sehen Plattform- und Zahlungskosten so aus:

Variante und RechnungIm Monat
Shopify Basic, monatlich, mit Shopify Payments: 36 € Plan + 210 € + 60 € Kartengebühren306 €
Shopify Basic, jährlich, mit Shopify Payments: 27 € + 270 €297 €
Shopify Basic mit externem Anbieter: 36 € + 200 € Zusatzgebühr, dazu die Gebühren des Anbieters236 € + Anbieter
Shopify Grow, monatlich, mit Shopify Payments: 105 € + 180 € + 60 €345 €
WooCommerce mit WooPayments: 0 € + 150 € + 50 €, dazu Hosting, Lizenzen und Pflege200 € + Betrieb

Zwischen Shopify Basic mit Shopify Payments und WooCommerce mit WooPayments liegen in diesem Beispiel 97 bis 106 € im Monat, rund 1.160 bis 1.270 € im Jahr. Aus diesem Betrag müssen bei WooCommerce Hosting, Lizenzen und Pflege bezahlt werden. Ob er reicht, hängt vor allem an der Zahl der Erweiterungen und daran, ob der Shop eigenen Code hat. Mit dem Umsatz wächst der Abstand, denn die Kartengebühren steigen prozentual mit, Hosting und Pflege in der Regel nicht.

Zwei Rechnungen, die sich vor einem Planwechsel lohnen: Grow kostet bei monatlicher Zahlung 69 € mehr als Basic und senkt die Kartengebühr um 0,3 Prozentpunkte. Das rechnet sich erst ab 23.000 € Kartenumsatz im Monat, bei jährlicher Zahlung ab rund 17.300 €. Mit einem externen Zahlungsanbieter spart Grow dagegen einen ganzen Prozentpunkt Zusatzgebühr, dort liegt die Grenze bei 6.900 € Monatsumsatz über diesen Anbieter.

Wer sich um Updates, Sicherheit und Backups kümmert

Im Alltag ist das der größere Unterschied als der Preis. Bei Shopify spielt der Anbieter die Updates der Plattform selbst ein. Bei WooCommerce müssen fünf Ebenen zusammenpassen: PHP auf dem Server, WordPress, WooCommerce, das Theme und jedes Plugin. Dazu kommen größere Umstellungen, etwa der Wechsel des Bestellspeichers auf HPOS, für den ich 3 bis 8 Stunden einplane.

Was in einem WooCommerce-Shop regelmäßig anfällt:

  • Updates einspielen, bei einem Shop mit Umsatz zuerst auf einer Testkopie
  • Backups außerhalb des Servers, die schon einmal zur Probe zurückgespielt wurden
  • prüfen, ob jedes Plugin noch gepflegt wird, und Ersatz suchen, wenn nicht
  • die PHP-Version aktuell halten

Wartungsfrei ist ein Shopify-Shop trotzdem nicht. Apps ändern ihre Preise oder werden eingestellt, das Theme will aktualisiert werden, und Rechtstexte, Versandregeln und Steuereinstellungen pflegen Sie selbst. Der Aufwand ist kleiner, null ist er nicht.

Für Ringnaturshop übernehme ich die WordPress-Betreuung und die laufende Weiterentwicklung des umfangreichen Online-Shops. Meine Empfehlung für jeden, der WooCommerce wählt: Planen Sie die Pflege von Anfang an ein, mit festem Rhythmus und einer verantwortlichen Person. Was das kostet und wer sie übernehmen kann, steht im Ratgeber zu den Kosten der WordPress-Wartung.

Rechtssicher verkaufen in Deutschland

Die Rechtsfragen nimmt Ihnen keines der beiden Systeme ab. Bestellbutton, Preisangaben, Rechtstexte und Widerrufsbelehrung müssen zu Ihrem Shop passen, und das prüft eine Rechtsberatung, kein Shopsystem. Neu ist die elektronische Widerrufsfunktion nach § 356a BGB: Bei Fernabsatzverträgen über eine Online-Oberfläche muss der Verbraucher über eine Schaltfläche widerrufen können, die gut lesbar mit „Vertrag widerrufen“ oder einer gleichbedeutenden Formulierung beschriftet ist. Das gilt für Shops auf beiden Systemen. Wie Sie das in WooCommerce einrichten und testen, steht im Beitrag zum Widerrufsbutton in WooCommerce.

Eigene Funktionen, B2B und Warenwirtschaft

Bei WooCommerce gehört Ihnen der Code, und das zählt, sobald der Shop etwas können soll, das kein Standard ist. Für den Shop von thestars.de habe ich zum Beispiel ein eigenes Plugin gebaut: Kunden stellen ihren persönlichen Nachthimmel zusammen, sehen eine Vorschau im Browser und bekommen ein druckbares Poster. Bei WooCommerce lebt so eine Funktion im eigenen Code. Bei Shopify steckt sie in einer App oder im Theme, und je tiefer sie in den Checkout eingreift, desto eher brauchen Sie dort den Plus-Plan.

Ähnlich ist es bei der Warenwirtschaft. WooCommerce stellt Produkte, Bestellungen und Kunden über seine REST API bereit, eine Anbindung an JTL, Lexware oder sevDesk plane ich mit 8 bis 25 Stunden ein. Für Shops mit Kundengruppen, Netto-Preisen und Kauf auf Rechnung steht der Ablauf im Beitrag zum WooCommerce-B2B-Shop.

SEO und spätere Umzüge

Beide Systeme können bei Google gut ranken, die Inhalte entscheiden mehr als die Plattform. Ein Unterschied ist die Adressstruktur. Bei WooCommerce legen Sie die URLs selbst fest und haben Shop und Ratgeber in einem WordPress. Shopify legt Produkte unter /products/ und Kategorien unter /collections/ ab, diese Pfade sind fest.

Beim Wechsel des Systems ändern sich die Adressen fast immer. Jede alte Produkt- und Kategorie-URL braucht dann eine Weiterleitung auf die neue, sonst gehen Rankings und Links verloren. Shopify erlaubt laut Hilfe-Center bis zu 100.000 Weiterleitungen, im Plus-Plan bis zu 20 Millionen. Bei einem Umzug von Shopify zu WooCommerce hängt der Aufwand vor allem an Menge und Zustand der Daten, die mitkommen: Produkte mit Varianten, Kundenkonten, alte Bestellungen. Rechnen Sie einen möglichen Umzug bei der Plattformwahl mit, auch wenn er erst in ein paar Jahren ansteht. Was beim Umzug zwischen WooCommerce und Shopify mitkommt und was neu eingerichtet werden muss, steht in einem eigenen Ratgeber.

Herstellerangaben richtig lesen

Beide Hersteller werben mit Zahlen gegen den anderen. Shopify nennt auf seiner Vergleichsseite eine um 17 % höhere Conversion-Rate und um 36 % niedrigere Gesamtkosten als bei WooCommerce. Laut den Fußnoten derselben Seite stammt die erste Zahl aus einer Studie vom April 2023, die Shopify mit einer großen Unternehmensberatung durchgeführt hat. Die zweite stammt aus einer von Shopify beauftragten Studie über Plattformen in Nordamerika. WooCommerce verspricht auf seiner Vergleichsseite das Gegenteil: mehr verdienen und weniger ausgeben als mit Shopify.

Für Ihre Entscheidung taugt keine dieser Zahlen. Belastbar ist die Rechnung mit Ihrem eigenen Umsatz, Ihrer Zahlungsart und Ihrem Pflegeaufwand, so wie im Beispiel oben.

Meine Empfehlung

Haben Sie noch keine Website, ein Standard-Sortiment und niemanden für die Technik, starten Sie mit Shopify. Das ist der kürzere Weg zum ersten Verkauf, und bei kleinen Umsätzen ist der Kostenabstand gering. Haben Sie schon eine WordPress-Website, wollen Sie Inhalte und Shop in einem System, brauchen Sie eigene Funktionen, B2B-Preise oder eine Anbindung an die Warenwirtschaft, dann nehmen Sie WooCommerce und planen die Pflege fest ein.

Wenn Sie sich für WooCommerce entscheiden: Als WooCommerce-Entwickler baue ich Ihren Shop, binde Zahlungsarten und Warenwirtschaft an und kümmere mich auf Wunsch danach um die Pflege.

Häufige Fragen

Was kostet Shopify im Monat?

Für Unternehmen in Deutschland kostet Basic 36 € im Monat oder 27 € bei jährlicher Zahlung, Grow 105 € oder 79 €, Advanced 384 € oder 289 €. Plus beginnt bei 2.100 € im Monat. Dazu kommen Kartengebühren ab 2,1 % + 0,30 € je Zahlung über Shopify Payments, mit externem Zahlungsanbieter eine Zusatzgebühr von 2 % bis 0,2 % je nach Plan (Stand 20. Oktober 2026).

Was kostet WooCommerce im Monat?

Die Software selbst ist kostenlos und hat kein Monatsabo. Sie zahlen Hosting, Premium-Erweiterungen, die Pflege und die Gebühren Ihres Zahlungsanbieters. Bei WooPayments sind das für Unternehmen in Deutschland 1,5 % + 0,25 € je Zahlung mit einer europäischen Karte. Typische Beträge für die übrigen Posten stehen im Beitrag zu den WooCommerce-Kosten.

Welches System ist besser für SEO?

Keines rankt von sich aus besser, Inhalte und technische Umsetzung entscheiden. WooCommerce gibt Ihnen freie URLs und Shop und Ratgeber in einem WordPress. Shopify legt Produkte und Kategorien unter festen Pfaden wie /products/ und /collections/ ab. Wichtig wird der Unterschied vor allem bei einem späteren Umzug, weil dann jede alte Adresse eine Weiterleitung braucht.

Für wen lohnt sich Shopify?

Für Händler, die schnell starten wollen, noch keine WordPress-Website haben und niemanden für Server, Updates und Backups. Auch wenn der Checkout dem Standard entspricht und der Shop keine eigene Logik braucht, ist Shopify der einfachere Weg. Mit steigendem Umsatz und mehr Sonderwünschen sollten Sie die Gebühren und die Grenzen der Pläne neu durchrechnen.

Kann ich später von Shopify zu WooCommerce wechseln?

Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen ziehen mit um, die Adressen ändern sich aber, und jede alte URL braucht eine Weiterleitung. Der Aufwand hängt vor allem an Menge und Zustand der Daten. Planen Sie den Umzug in einer ruhigen Verkaufsphase und testen Sie den neuen Shop auf einer Kopie, bevor Sie umschalten.