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Blog · 7. Oktober 2026

WordPress-Wartung und Betreuung: Was kostet sie, was gehört dazu, wer macht das?

WordPress-Wartung: was sie am Markt kostet, was in einen Wartungsvertrag gehört und wer sie übernimmt. Mit Rechenhilfe: Pauschale oder nach Aufwand.

WordPress-Wartung und Betreuung: Was kostet sie, was gehört dazu, wer macht das?

WordPress-Wartung kostet so viel, wie an Ihrer Website tatsächlich zu tun ist. Am Markt wird sie meistens als Monatspaket verkauft: automatisierte Update-Pakete gibt es ab unter 10 € im Monat, Agenturen verlangen für die Betreuung eines WooCommerce-Shops auch mehrere Hundert Euro. Ich rechne anders ab, nämlich nach Aufwand zu 93 € netto pro Stunde, ohne Pauschale und ohne Mindestlaufzeit, monatlich kündbar. Tägliche Backups und das Uptime-Monitoring sind dabei enthalten. Welches Modell für Sie günstiger ist, hängt davon ab, wie oft bei Ihnen etwas anfällt, und das lässt sich vorher ausrechnen.

Was zur WordPress-Wartung gehört

Wartung ist die technische Pflicht: dafür sorgen, dass die Website sicher, erreichbar und aktuell bleibt. Konkret heißt das:

  • Updates von WordPress selbst, vom Theme und von allen Plugins. Sicherheitsupdates sofort, der Rest mindestens einmal im Monat.
  • Jedes Update vorher auf einer Staging-Kopie der Website testen, bevor es live geht.
  • Tägliche Backups, gespeichert auf einem anderen Server als die Website.
  • Uptime-Monitoring. Bei mir prüft ein System alle zehn Minuten, ob die Website erreichbar ist, und schlägt sonst automatisch Alarm.
  • Ein Abgleich der installierten Plugins mit bekannten Sicherheitslücken.
  • Nach jedem Update eine Kontrolle der Stellen, die Geld bringen: Kontaktformular, Warenkorb, Checkout.

Das Update selbst ist selten das Problem. Teuer wird es, wenn ein Update das Kontaktformular lahmlegt und das erst drei Wochen später jemand bemerkt, weil keine Anfragen mehr kommen. Deshalb ist der Staging-Test der Punkt, an dem sich gute und schlechte Wartung am deutlichsten unterscheiden.

Und was ist dann Betreuung?

Betreuung geht über die Technik hinaus. Dazu gehören Fehler beheben, Inhalte anpassen, kleine Funktionen nachrüsten, Ladezeiten verbessern und einen festen Ansprechpartner haben, der die Website kennt. In der Praxis lassen sich die beiden kaum trennen: Wer die Updates einspielt, ist auch der Erste, der merkt, wenn danach etwas hakt. Mein Wartungsvertrag für WordPress deckt deshalb beides ab.

Was WordPress-Wartung am Markt kostet

Für diesen Ratgeber habe ich im September 2026 die veröffentlichten Preislisten deutscher und österreichischer Anbieter durchgesehen. Die Beträge sind gerundet und zeigen den Markt, nicht meine Preise:

ModellÜbliche Preise am MarktWas meistens drin ist
Automatisierte Update-Paketeca. 10 bis 60 € im MonatUpdates, Backups, Monitoring. Fehlerbehebung kostet meist extra, teils 12 Monate Laufzeit.
Wartungsverträge von Freelancern und kleinen Agenturenca. 40 bis 130 € im MonatGetestete Updates, Backups, Sicherheitschecks, teils ein Stundenkontingent
Betreuung durch Agenturen, besonders für Shopsca. 100 bis 500 € im Monat, bei spezialisierten WooCommerce-Agenturen auch darüberWartung plus Support, Weiterentwicklung nach Kontingent

Bei den günstigen Paketen lohnt der Blick ins Kleingedruckte. Häufig laufen die Updates automatisch und ungetestet, und sobald danach etwas repariert werden muss, wird nach Stunden abgerechnet. Das ist nicht unseriös, aber es ist ein anderes Produkt als ein Wartungsvertrag, bei dem jemand die Verantwortung für die laufende Website übernimmt.

Pauschale oder Abrechnung nach Aufwand

Eine Monatspauschale ist planbar. Sie zahlen denselben Betrag, egal ob in dem Monat etwas zu tun war. Die Abrechnung nach Aufwand ist das Gegenteil: In ruhigen Monaten zahlen Sie wenig, in Monaten mit viel Arbeit mehr, und Sie brauchen einen Anbieter, der jede Stunde nachvollziehbar aufschreibt.

Ich habe mich gegen Pakete entschieden, weil eine Website mit fünf Seiten und zwei Plugins nur einen Bruchteil des Aufwands eines Shops mit Warenwirtschafts-Anbindung macht. Ein Einheitspreis wäre für die eine zu teuer und für den anderen zu knapp kalkuliert. Abgerechnet wird bei mir einmal im Monat, nur die geleistete Arbeit, geregelt in einem Dienstvertrag ohne Mindestlaufzeit.

Ob eine Pauschale sich für Sie rechnet, finden Sie mit einer einfachen Division heraus: Pauschale geteilt durch den Stundensatz des Anbieters ergibt die Stunden, die Sie jeden Monat abrufen müssten, damit das Paket günstiger ist. Ein Paket für 150 € entspricht bei 93 € pro Stunde gut 1,6 Stunden Arbeit, und zwar in jedem Monat. Fragen Sie jeden Anbieter, wie viele Stunden in den letzten zwölf Monaten bei vergleichbaren Websites tatsächlich angefallen sind. Die Antwort sagt mehr als jede Paketbeschreibung.

Wer die Wartung übernehmen kann

Sie selbst. Bei einem kleinen Blog ohne Shop und mit wenigen Plugins geht das, wenn Sie vor jedem Update ein Backup ziehen und danach die wichtigsten Seiten durchklicken. Sobald Zahlungen, Kundendaten oder Anfragen über die Website laufen, ist das Risiko eines ungetesteten Updates höher als die Ersparnis.

Ihr Hoster. Managed Hosting übernimmt meist die WordPress-Updates und die Server-Backups. Plugin- und Theme-Updates, die häufigste Fehlerquelle, werden dort in der Regel nicht getestet eingespielt, und um Plugin-Konflikte oder Fehler im Theme kümmert sich kein Hoster.

Ein Wartungsdienst mit Paketpreis. Passt für einfache Websites, bei denen selten etwas passiert. Klären Sie vorher, was ein Einsatz nach einem fehlgeschlagenen Update kostet.

Ein Freelancer. Sie haben eine Person, die Ihre Website kennt und direkt erreichbar ist. Fragen Sie nach der Vertretung bei Urlaub oder Krankheit und nach einer schriftlichen Reaktionszeit.

Eine Agentur. Sinnvoll, wenn neben der Technik auch Marketing, Texte oder Design laufend betreut werden sollen und mehrere Leute daran arbeiten.

So übergeben Sie die Wartung Schritt für Schritt

Ob Sie zum ersten Mal jemanden beauftragen oder den Anbieter wechseln, der Ablauf ist derselbe:

  1. Zugänge sammeln. WordPress-Admin, Hosting, Domain und DNS, dazu die Lizenzschlüssel der Premium-Plugins. Alle Zugänge sollten auf Sie laufen, nicht auf den bisherigen Dienstleister.
  2. Bestandsaufnahme machen. Welche Plugins sind installiert, welche davon werden noch gepflegt, welche PHP-Version läuft, wann war das letzte Update?
  3. Staging-Kopie anlegen. Eine Kopie der Website auf einer eigenen Adresse, auf der Updates und Änderungen getestet werden. Ich lege sie zum Start jeder Betreuung an, weil sie auch im Notfall gebraucht wird, etwa nach einem Hack.
  4. Backups und Monitoring einrichten und eine Wiederherstellung einmal testen. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Hoffnung.
  5. Rückstand aufholen. Überfällige Updates schrittweise auf der Staging-Kopie einspielen, prüfen, dann live. Bei Websites, die ein Jahr nicht gepflegt wurden, ist das der aufwendigste Teil.

Woran Sie einen guten Wartungsvertrag erkennen

  • Updates werden vor dem Livegang auf einer Staging-Kopie getestet, und das steht im Vertrag.
  • Backups liegen extern und die Wiederherstellung wurde mindestens einmal ausprobiert.
  • Die Reaktionszeit ist schriftlich festgelegt. Bei mir sind es werktags höchstens vier Stunden.
  • Kündigungsfrist und Mindestlaufzeit sind klar. Monatlich kündbar ist machbar.
  • Sie bekommen einen Nachweis, was im Monat gemacht wurde.
  • Geregelt ist, was bei einem Hack oder Totalausfall passiert und was das kostet.

Ist gerade schon etwas kaputt, hilft die WordPress-Notfallhilfe schneller als ein neuer Vertrag. Für einzelne Aufgaben ohne laufenden Vertrag passt der WordPress-Support auf Stundenbasis.

Häufige Fragen

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?

Am Markt reichen die Monatspakete von unter 10 € für automatisierte Updates bis zu mehreren Hundert Euro für die Betreuung eines Shops durch eine Agentur. Ich verkaufe kein Monatspaket, sondern rechne nach Aufwand ab: 93 € netto pro Stunde, ohne Pauschale und ohne Mindestlaufzeit. Tägliche Backups und Uptime-Monitoring sind enthalten, Kosten entstehen nur, wenn wirklich gearbeitet wird.

Brauche ich einen Wartungsvertrag, wenn mein Hoster Updates macht?

Meistens ja. Managed Hosting übernimmt in der Regel WordPress-Updates und Server-Backups, spielt Plugin- und Theme-Updates aber nicht getestet ein. Gerade diese Updates sind die häufigste Fehlerquelle, und um Plugin-Konflikte oder Fehler im Theme kümmert sich kein Hoster.

Wie oft muss WordPress aktualisiert werden?

Sicherheitsupdates so schnell wie möglich, alle anderen Updates mindestens einmal im Monat. Bei Shops und Websites mit Formularen sollte jedes Update vorher auf einer Staging-Kopie getestet werden.

Was ist der Unterschied zwischen WordPress-Wartung und WordPress-Betreuung?

Wartung ist die technische Seite: Updates, Backups, Sicherheit und Monitoring. Betreuung umfasst zusätzlich Fehlerbehebung, Anpassungen an Inhalten und Funktionen und einen festen Ansprechpartner. In der Praxis gehört beides zusammen, weil der, der die Updates einspielt, auch als Erster merkt, wenn danach etwas nicht funktioniert.

Kann ich einen WordPress-Wartungsvertrag monatlich kündigen?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche Pakete laufen zwölf Monate. Mein Wartungsvertrag hat keine Mindestlaufzeit und ist monatlich kündbar, abgerechnet wird nur die geleistete Arbeit.