19. Oktober 2026
Was kostet eine WordPress-Website? Preise und Stundensätze
Was eine WordPress-Website kostet: Preise der Anbieter vom Onepager bis zum Shop, Stundensätze laut Freelancer-Kompass 2026 und wie Sie Angebote prüfen.
Inhalt
Eine WordPress-Website kostet am deutschen Markt meist ab etwa 1.500 € für einen Onepager und bis rund 15.000 € für eine mehrseitige Firmenwebsite mit eigenem Design. Agenturprojekte mit Strategiephase liegen bei 15.000 bis 30.000 € und darüber. Das sind die Spannen, die Anbieter auf der ersten Google-Seite selbst veröffentlichen, Stand Oktober 2026. Freelancer in Deutschland rechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Schnitt 103 € pro Stunde ab. Wo Ihr Projekt in der Spanne landet, entscheiden fünf Dinge: die Zahl der Seitentypen, das Design, die Inhalte, die Sprachen und ob ein Shop dazukommt.
Was Anbieter für eine Website verlangen
Am 19. Oktober 2026 habe ich die Preisangaben der Seiten gelesen, die bei Google auf Seite 1 für „Website erstellen lassen Kosten“ stehen: Agenturen, ein Freelancer, ein Hoster und ein Vergleichsportal. Die Tabelle fasst zusammen, was diese Anbieter selbst nennen. Es sind veröffentlichte Angaben, keine Studie und keine Preise von mir.
| Art der Website | Was Anbieter nennen | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Onepager, digitale Visitenkarte | ab 1.500 €, meist bis 2.900 € | Eine Seite, Kontaktformular, Impressum und Datenschutz |
| Kleine Firmenwebsite auf Basis einer Vorlage | 2.000 bis 6.000 € | 3 bis 10 Seiten, ein Theme an Ihr Erscheinungsbild angepasst |
| Mehrseitige Firmenwebsite mit eigenem Design | 5.000 bis 15.000 €, einzelne Anbieter bis 20.000 € | 10 bis 20 Seiten, Design von Grund auf, SEO-Grundlagen |
| Website mit Onlineshop | ab etwa 8.000 €, mit Schnittstellen deutlich mehr | Produkte, Zahlungsarten, Versand, Rechtstexte |
| Agenturprojekt mit Strategie und Workshops | 15.000 bis 30.000 € und mehr | Konzeptphase, Design, Entwicklung und Begleitung durch ein Team |
Die Spannen sind breit, weil „Website“ fast alles sein kann. Zwei Angebote über 3.000 € und 12.000 € für „die gleiche Website“ beschreiben meistens zwei verschiedene Projekte: Das eine passt eine Vorlage an, das andere entwirft jede Seite neu und schreibt die Texte mit. Welches davon Sie brauchen, klärt sich erst über die fünf Punkte weiter unten.
Was ein WordPress-Freelancer pro Stunde kostet
Die nach eigener Angabe größte Freelancing-Studie im deutschsprachigen Raum ist der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap. Rund 5.400 Selbstständige haben zwischen November 2025 und Februar 2026 daran teilgenommen. Der durchschnittliche Stundensatz in Deutschland liegt bei 103 €, für IT und Software weist freelancermap in seiner Übersicht zu Freelancer-Stundensätzen 95 € aus. Zum ersten Mal seit dem Start der Studie 2016 ist der Durchschnitt gesunken.
Der Stundensatz allein sagt aber wenig über die Rechnung. Wer 60 € nimmt und für dieselbe Aufgabe doppelt so lange braucht, ist teurer als jemand mit 100 €. Entscheidend ist, wie viele Stunden ein Angebot ansetzt und ob diese Stunden realistisch sind.
Fünf Dinge, die den Preis bestimmen
1. Seitenzahl und Seitentypen
Zehn Leistungsseiten mit gleichem Aufbau sind schnell gebaut, sobald die erste steht. Zehn Seiten mit zehn verschiedenen Layouts sind zehnmal Arbeit. Für das Angebot zählt deshalb weniger die Seitenzahl als die Zahl der verschiedenen Seitentypen: Startseite, Leistungsseite, Referenz, Blogbeitrag, Kontakt.
2. Design von Grund auf oder Theme
Ein gutes Theme an Ihr Corporate Design anzupassen, ist der günstigere Weg und reicht für viele Unternehmen. Ein Design von Grund auf lohnt sich, wenn sich Ihre Website klar von Wettbewerbern abheben muss oder Ihre Inhalte in keine Vorlage passen. Es braucht dafür eine eigene Designphase mit Entwürfen und Abstimmungsrunden.
3. Inhalte
Der am häufigsten unterschätzte Posten. Texte, die „fast fertig“ sind, Bilder ohne geklärte Rechte und Freigaben durch drei Abteilungen halten ein Projekt länger auf als jede technische Frage. Wenn Sie die Inhalte selbst liefern, sparen Sie Geld. Wenn Texte geschrieben oder aus einer alten Website übernommen und umgebaut werden müssen, gehört das als eigener Punkt ins Angebot.
4. Mehrsprachigkeit
Jede weitere Sprache bedeutet Übersetzung, eigene Adressen, die richtige Verknüpfung der Sprachversionen für Google und doppelte Pflege bei jeder Änderung. Diese Website hat selbst eine deutsche und eine englische Fassung, und jede Textänderung heißt hier: zweimal ändern, zweimal prüfen.
5. Onlineshop
Mit einem Shop wird aus einer Website eine Anwendung: Produkte und Varianten, Zahlungsarten, Versandregeln, Steuern, Rechtstexte und oft eine Anbindung an Warenwirtschaft oder ERP. Deshalb liegen Shops in den Preisangaben deutlich über Unternehmenswebsites. Was ein Shop einmalig und jedes Jahr kostet, steht ausführlich im Artikel Was kostet ein WooCommerce-Shop?, wie ich solche Projekte umsetze, auf der Seite zu WooCommerce-Shops.
Dazu kommen Funktionen, die in keiner der fünf Kategorien stecken und trotzdem Stunden kosten: Buchungssysteme, Mitgliederbereiche, Schnittstellen zu CRM oder Newsletter-Tool und eine barrierefreie Umsetzung nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, falls Sie dazu verpflichtet sind.
Festpreis oder Stunden: so vergleichen Sie Angebote
Ein Festpreis passt, wenn Umfang, Funktionen und Zahl der Korrekturrunden vorher feststehen. Abrechnung nach Stunden passt, wenn Anforderungen noch offen sind oder das Projekt in Etappen wächst. In beiden Fällen können Sie Angebote nur vergleichen, wenn Sie wissen, wie viele Stunden dahinterstecken.
Die Rechnung dafür ist einfach: Angebotspreis geteilt durch Stundensatz. Ein Festpreis über 6.000 € entspricht bei 100 € pro Stunde 60 Stunden Arbeit. Liegt ein zweites Angebot für dasselbe Briefing bei 20 Stunden, fehlt darin mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas. Steht im Angebot kein Stundensatz, fragen Sie danach oder rechnen Sie mit dem Marktschnitt von rund 100 €.
In meinen Angeboten steht jede Projektphase mit ihren Stunden, darunter der Festpreis. So sehen Sie, woraus sich die Summe zusammensetzt, und können genau diesen Vergleich machen.
Was in günstigen Angeboten oft fehlt
Wenn ein Angebot deutlich unter den anderen liegt, lohnt der Blick auf diese Punkte. Jeder davon kostet Stunden, und keiner fällt beim ersten Durchklicken der fertigen Website auf:
- eine Staging-Umgebung, auf der Sie Änderungen sehen, bevor sie live gehen
- Tests auf Handy, Tablet und in mehreren Browsern
- Weiterleitungen von den Adressen der alten Website, damit Rankings und Links nicht ins Leere laufen; bei einem Umzug ist das der wichtigste Teil, siehe Website-Relaunch
- Schutz der Formulare gegen Spam
- Cookie-Banner und Datenschutzerklärung, die zu den eingesetzten Diensten passen
- eine Einweisung, damit Sie Texte und Bilder selbst ändern können
- Lizenzen für Premium-Plugins und Themes, die meist jedes Jahr neu bezahlt werden
Die laufenden Kosten nach dem Livegang
Mit dem Livegang hört die Rechnung nicht auf. Für Hosting, Domain und Wartung zusammen nennen die Anbieter auf der ersten Google-Seite meist 30 bis 150 € im Monat. Einzuplanen sind:
- Hosting, je nach Leistung und Besucherzahl
- die Domain, die jedes Jahr verlängert wird
- Lizenzen für Premium-Plugins und Themes
- Wartung: Updates, Backups und Fehlerbehebung
Welche Modelle es für die Wartung gibt und woran Sie einen guten Vertrag erkennen, steht im Ratgeber WordPress-Wartung: Kosten und Leistungen. Ich selbst rechne die Wartung nach Aufwand ab, ohne Monatspauschale.
In sechs Schritten zu einem belastbaren Angebot
- Ziel festlegen. Soll die Website Anfragen bringen, Produkte verkaufen oder Bewerber gewinnen? Daraus ergibt sich, welche Seiten und Funktionen wirklich nötig sind.
- Seitenliste schreiben, mit den verschiedenen Seitentypen und einer groben Seitenzahl.
- Inhalte klären. Wer schreibt die Texte, woher kommen die Bilder, wer gibt frei?
- Funktionen und Schnittstellen aufschreiben: Formulare, Buchung, Shop, Sprachen, Anbindungen an andere Systeme.
- Budgetrahmen nennen. Ein Anbieter, der Ihren Rahmen kennt, kann sagen, was darin machbar ist, statt ins Blaue zu kalkulieren.
- Angebote in Stunden umrechnen und vergleichen, was in den Stunden enthalten ist.
Für die Schritte 2 bis 4 gibt es die Checkliste „Website erstellen lassen“ zum Abhaken. Wie ich eine WordPress-Website von der Seitenliste bis zum Livegang plane und baue, steht auf der Seite WordPress-Webdesign. Mit Ihrer Liste bekommen Sie von mir ein Angebot mit Stunden je Phase, über das Kontaktformular.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache WordPress-Website?
Für einen Onepager nennen Anbieter meist 1.500 bis 2.900 €, für eine kleine Firmenwebsite auf Basis einer Vorlage 2.000 bis 6.000 €. Das sind veröffentlichte Preisangaben von Anbietern, Stand Oktober 2026.
Was kostet eine Website bei einer Agentur?
Für ein Agenturprojekt mit Strategiephase, eigenem Design und Begleitung nennen Agenturen 15.000 bis 30.000 € und mehr. Mehrseitige Firmenwebsites ohne große Konzeptphase liegen in den Angaben bei 5.000 bis 15.000 €.
Wie hoch ist der Stundensatz eines WordPress-Freelancers?
Freelancer in Deutschland rechnen laut Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap im Schnitt 103 € pro Stunde ab, im Bereich IT und Software 95 €.
Warum gibt es keinen Pauschalpreis für eine WordPress-Website?
Weil Seitentypen, Design, Inhalte, Sprachen und ein möglicher Shop den Aufwand um ein Vielfaches verschieben. Ein belastbarer Preis entsteht erst aus einem Briefing mit Seitenliste und Funktionen.
Welche laufenden Kosten hat eine WordPress-Website?
Hosting, Domain, Lizenzen für Premium-Plugins und die Wartung. Anbieter nennen dafür zusammen meist 30 bis 150 € im Monat, bei einem Shop kommen Zahlungsgebühren dazu.
Für Ihr eigenes Projekt: Checklisten zum Abhaken und als PDF