Kostenlose Bilder für Website: 7 Top-Stockfoto-Plattformen
Kostenlose Bilder für Ihre Website: 7 lizenzfreie Bilddatenbanken im Vergleich, mit den Lizenzbedingungen und einer Anleitung, wie Sie Bildlizenzen prüfen.
Inhalt
Kostenlose Bilder für Ihre Website finden Sie legal auf Plattformen wie Pexels, Unsplash, Pixabay, Burst und StockSnap. Bei diesen fünf brauchen Sie keine Namensnennung, und Sie dürfen die Bilder auch auf einer Firmen-Website verwenden. Kostenlos heißt aber nicht rechtefrei: Jede Plattform hat eigene Verbote, und bei Personen, Marken oder Logos im Bild reicht die Lizenz oft nicht aus. Hier finden Sie sieben Plattformen mit ihren Lizenzen (Stand: 27. Oktober 2026), was in Deutschland gilt und wie Sie die Lizenz eines fremden Bildes prüfen.
Die sieben Plattformen auf einen Blick
| Plattform | Was die Lizenz erlaubt und verbietet |
|---|---|
| Pexels | Eigene Lizenz: kostenlos, ohne Namensnennung, Bearbeiten erlaubt. Verboten: unveränderte Kopien verkaufen, eine Empfehlung durch abgebildete Personen oder Marken andeuten. |
| Unsplash | Eigene Lizenz: kostenlos, auch kommerziell, ohne Namensnennung. Verboten: Verkauf ohne wesentliche Bearbeitung, einen ähnlichen Bilderdienst damit aufbauen. |
| Burst (Shopify) | Eigene Lizenz: kostenlos, auch kommerziell, ohne Namensnennung. Verboten: unveränderte Bilder verkaufen, abgebildete Personen bloßstellen. |
| Pixabay | Eigene Inhaltslizenz, kein CC0 mehr: kostenlos, ohne Namensnennung. Verboten: unverändert als eigenes Produkt verkaufen, erkennbare Marken oder Logos kommerziell nutzen. |
| Magnific (früher Freepik) | Kostenlos nur mit Quellenangabe, ohne Quellenangabe nur im bezahlten Abo. Tägliches Download-Limit für kostenlose Nutzer. |
| StockSnap | CC0: frei nutzbar, auch kommerziell, ohne Namensnennung. Verboten: eine Empfehlung durch Fotograf oder abgebildete Person andeuten. |
| Canva | Eigene Content-Lizenz mit kostenlosen und Pro-Inhalten. Für kostenlose Inhalte gibt es in der Regel keine Freigabe der abgebildeten Personen. |
Arten der Bildlizenzierung
„Kostenlos“, „lizenzfrei“ und „gemeinfrei“ meinen nicht dasselbe. Bevor es um die Plattformen geht, deshalb kurz die Begriffe.
Was ist Creative Commons?
Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation, die Standard-Lizenzen für Werke im Netz anbietet. Die Spanne reicht von CC0, bei der der Urheber auf seine Rechte verzichtet, bis zu Lizenzen, die eine Namensnennung verlangen (BY), die kommerzielle Nutzung ausschließen (NC) oder Bearbeitungen verbieten (ND). Was ein Kürzel bedeutet, steht in der Lizenzübersicht von Creative Commons.
Was ist Public Domain?
Public Domain, auf Deutsch gemeinfrei, sind Werke, deren Schutz abgelaufen ist oder die nie geschützt waren. In Deutschland erlischt das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (§ 64 UrhG), einfache Fotos sind 50 Jahre nach ihrem Erscheinen geschützt (§ 72 UrhG). Dass ein Bild frei im Netz steht, macht es nicht gemeinfrei.
Was bedeutet lizenzfrei?
„Lizenzfrei“ ist meist die Übersetzung von „royalty-free“. Gemeint ist: Sie zahlen einmal oder gar nicht und dürfen das Bild danach im Rahmen der Lizenz beliebig oft nutzen, ohne für jede Nutzung erneut zu zahlen. Bei Bezahl-Agenturen kostet ein lizenzfreies Bild also durchaus Geld. Eine Lizenz gibt es in jedem Fall, und sie regelt, was erlaubt ist. Bei Pexels, Unsplash und Pixabay ist das eine eigene Lizenz des Anbieters, bei StockSnap die CC0.

Stockfoto-Websites
Pexels
Pexels ist mein persönlicher Favorit, wegen der Auswahl und der Qualität der Bilder. Pexels hat eine eigene Lizenz: Fotos und Videos sind kostenlos, eine Namensnennung ist nicht nötig, und Sie dürfen sie bearbeiten. Nicht erlaubt ist, unveränderte Kopien zu verkaufen (etwa als Poster), abgebildete Personen anstößig oder in schlechtem Licht zu zeigen und den Eindruck zu erwecken, abgebildete Personen oder Marken empfählen Ihr Produkt. Die Bilder dürfen Sie auch nicht auf anderen Stock- oder Wallpaper-Plattformen anbieten oder in Ihr Logo und Ihren Markennamen einbauen.
Unsplash
Unsplash ist eine Community von Fotografen mit vielen hochauflösenden, stimmungsvollen Bildern. Die Unsplash-Lizenz erlaubt das Herunterladen, Bearbeiten und Nutzen ohne Erlaubnis und ohne Namensnennung, privat wie geschäftlich. Zwei Dinge verbietet sie: Bilder ohne wesentliche Bearbeitung zu verkaufen und Unsplash-Bilder zu sammeln, um einen ähnlichen oder konkurrierenden Dienst aufzubauen.
Burst by Shopify
Burst gehört zu Shopify und richtet sich an Händler und Gründer, mit vielen Motiven für Shops, Produkte und Werbung. Nach den Burst-Nutzungsbedingungen dürfen Sie die Bilder kostenlos bearbeiten und kommerziell nutzen, eine Namensnennung ist nicht nötig. Verboten ist, unveränderte Bilder als Fotodateien zu verkaufen, abgebildete Personen bloßzustellen und eine Empfehlung durch den Fotografen oder durch Shopify anzudeuten. Die alte Adresse burst.shopify.com leitet auf die neue Seite weiter.
Pixabay
Pixabay bietet Fotos, Illustrationen, Vektorgrafiken und Videos. Die Inhalte stehen nicht mehr unter CC0, sondern unter der Pixabay-Inhaltslizenz: kostenlos, ohne Namensnennung, Bearbeiten erlaubt. Verboten ist unter anderem, Inhalte unverändert als eigenes Produkt zu verkaufen, Bilder mit erkennbaren Marken oder Logos kommerziell für Waren oder Dienstleistungen zu nutzen und Inhalte als Teil einer Marke oder eines Firmennamens zu verwenden. Pixabay weist selbst darauf hin, dass manche Inhalte Rechte Dritter enthalten und Sie prüfen müssen, ob Sie dafür eine Erlaubnis brauchen.
Freepik (heute Magnific)
Freepik tritt inzwischen als Magnific auf, die Nutzungsbedingungen unter freepik.com leiten auf magnific.com weiter. Neben Fotos gibt es dort Vektoren, Icons und PSD-Dateien. Die kostenlosen Inhalte dürfen Sie laut den Nutzungsbedingungen (Stand Juni 2026) nur mit Quellenangabe nutzen. Ohne Quellenangabe geht es nur mit einem bezahlten Abo (Premium, Premium+ oder Pro). Für kostenlose Nutzer gilt außerdem ein tägliches Download-Limit.
Stocksnap.io
Alle Bilder auf StockSnap.io stehen unter der CC0-Lizenz. Sie dürfen sie herunterladen, bearbeiten und privat wie geschäftlich nutzen, ohne zu zahlen, ohne Erlaubnis und ohne Namensnennung. Nicht erlaubt ist, den Eindruck zu erwecken, der Fotograf oder eine abgebildete Person empfehle Ihr Produkt.
Canva
Canva ist ein Online-Werkzeug für Grafikdesign mit einer eigenen Bibliothek aus kostenlosen und kostenpflichtigen Pro-Inhalten. Es gilt die Content-Lizenzvereinbarung von Canva, für Inhalte mit dem Vermerk CC0 oder Public Domain deren eigene Bedingungen. Für Fotos mit Menschen wichtig: Bei kostenlosen Inhalten holt Canva in der Regel keine Freigaben der abgebildeten Personen ein und übernimmt keine Gewähr für Personen, Marken oder Logos im Bild.

Lizenzfrei heißt nicht rechtefrei: was in Deutschland gilt
Die Lizenz der Plattform regelt die Rechte des Fotografen. Was im Bild zu sehen ist, kann eigene Rechte haben. Diese vier Punkte sollten Sie kennen. Sie sind keine Rechtsberatung, im Zweifel fragen Sie einen Anwalt für Urheberrecht.
Namensnennung
Der Urheber hat nach § 13 UrhG das Recht, als Urheber genannt zu werden. Verlangt die Lizenz eine Namensnennung, wie Magnific bei kostenlosen Inhalten oder viele Creative-Commons-Lizenzen, muss sie dort stehen, wo das Bild erscheint. Wie genau Gerichte das nehmen, zeigt ein Urteil des Landgerichts Köln vom 30. Januar 2014 (Az. 14 O 427/13): Ein Foto aus einer Bilddatenbank stand mit Urhebervermerk unter einem Artikel. Auf der Übersichtsseite und beim direkten Aufruf der Bilddatei fehlte der Vermerk, und das Gericht bestätigte die einstweilige Verfügung des Fotografen. In WordPress hat jedes hochgeladene Bild eine eigene Adresse unter /wp-content/uploads/. Am einfachsten fahren Sie deshalb mit Plattformen, die keine Namensnennung verlangen.
Recht am eigenen Bild
Bilder von Menschen dürfen nach § 22 KUG nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich gezeigt werden. Im Stockfoto-Geschäft heißt diese schriftliche Einwilligung Model Release. Bei kostenlosen Plattformen ist sie nicht sicher: Canva holt für kostenlose Inhalte in der Regel keine Freigaben ein, und Pixabay schreibt, dass Sie selbst prüfen müssen, ob Sie für Rechte Dritter eine Erlaubnis brauchen. Für Werbung und die Startseite sind Bilder ohne erkennbare Personen deshalb die sicherere Wahl.
Marken, Logos und Werbeaussagen
Ein Bild mit einem erkennbaren Logo oder Markenprodukt dürfen Sie bei Pixabay nicht kommerziell für Waren oder Dienstleistungen nutzen. Pexels, Burst und StockSnap verbieten, den Eindruck zu erwecken, abgebildete Personen, Marken oder der Fotograf empfählen Ihr Angebot. Achten Sie darauf vor allem bei Werbeanzeigen und Produktseiten.
Was bei Verstößen droht
Wer ein Urheberrecht verletzt, muss nach § 97 UrhG mit Ansprüchen auf Beseitigung und Unterlassung rechnen, bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit auch auf Schadensersatz. Meist beginnt das mit einer Abmahnung, so auch im Kölner Fall. Bewahren Sie deshalb zu jedem Bild auf, woher es stammt und unter welcher Lizenz Sie es geladen haben.
Stockfotos ohne Abo
Brauchen Sie nur wenige Bilder einer Bezahl-Agentur, lohnt sich ein Abo selten. iStock zum Beispiel verkauft Credit-Pakete ohne Vertragsbindung: Ein einzelner Credit kostet 9 €, ein Bild aus der Basis-Kollektion kostet einen Credit, eines aus der Premium-Kollektion drei (Stand 27. Oktober 2026). Die Credits verfallen nicht, solange Sie sich mindestens einmal im Jahr anmelden. Enthalten ist die Standardlizenz, erweiterte Lizenzen lassen sich hinzukaufen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Standardlizenz Ihre Nutzung abdeckt.
Best Practices für die Verwendung von kostenlosen Bildern auf Websites
Auch bei kostenlosen Bildern lohnt etwas Sorgfalt:
Lizenz lesen und festhalten
Lesen Sie vor dem Download die Lizenz der Plattform, nicht nur den Hinweis „kostenlos“ am Bild. Ich empfehle, die Download-Seite und die Lizenz mit Datum als PDF oder Screenshot abzulegen. Lizenzen ändern sich, wie das Beispiel Pixabay zeigt, und so können Sie später belegen, was beim Download galt.
Bildnachweis direkt am Bild
Verlangt die Lizenz eine Namensnennung, gehört sie ans Bild, zum Beispiel als Bildunterschrift. Ein Sammelvermerk im Impressum ist weniger sicher: Das Kölner Urteil zeigt, dass ein Vermerk an einer Stelle nicht reicht, wenn das Bild auch anderswo ohne Vermerk erscheint. Ist keine Nennung vorgeschrieben, ist sie trotzdem eine nette Geste gegenüber dem Fotografen.
Bilder optimieren
Bringen Sie das Bild auf die Größe, in der es angezeigt wird, speichern Sie es komprimiert (zum Beispiel als WebP) und geben Sie ihm einen Alternativtext, der beschreibt, was zu sehen ist. Der Alt-Text hilft Google und Menschen mit Screenreader. Wo Sie ihn in WordPress eintragen, steht in meinem Ratgeber WordPress barrierefrei machen.
Wie identifiziert man die Lizenz eines Bildes?
Bei einem Bild, das Sie irgendwo im Netz gefunden haben, gehen Sie so vor:
Quelle prüfen
Stammt das Bild von einer Stockfoto-Plattform, steht die Lizenz dort auf der Download-Seite oder in den Nutzungsbedingungen.
Metadaten lesen
Manche Bilddateien enthalten Angaben zu Urheber und Rechten in den eingebetteten Metadaten (EXIF, IPTC, XMP). Auslesen können Sie diese zum Beispiel mit ExifTool.
Rückwärtssuche nutzen
Mit der Google-Bildersuche oder TinEye finden Sie heraus, wo ein Bild noch erscheint und woher es ursprünglich stammt. Die Lizenz prüfen Sie dann an der Originalquelle.
Creative-Commons-Kürzel nachschlagen
Steht beim Bild eine CC-Lizenz wie CC BY oder CC BY-NC, finden Sie die Bedingungen in der Lizenzübersicht von Creative Commons.
Urheber fragen
Kennen Sie den Urheber, fragen Sie ihn direkt und lassen Sie sich die Erlaubnis schriftlich geben.
Auf Wasserzeichen achten
Ein Wasserzeichen oder Logo im Bild verrät oft die Agentur. Ein Bild mit Wasserzeichen ist in aller Regel eine Vorschau zum Kauf, keine freie Datei.
Gehen Sie nie davon aus, dass ein Bild frei ist, nur weil es im Netz steht. Auch Seiten, die Bilder als „kostenlos“ anbieten, geben manchmal falsche Lizenzen an.
Weitere Quellen mit Lizenzangaben
- Wikimedia Commons: Fast alle Dateien stehen unter freien Lizenzen, viele verlangen aber eine Namensnennung. Die Bedingungen stehen bei jeder Datei einzeln.
- Google-Bildersuche mit Filter nach Nutzungsrechten („Creative-Commons-Lizenzen“ oder „Kommerzielle und andere Lizenzen“). Google weist in der Hilfe selbst darauf hin, dass Sie die Lizenz jedes Bildes prüfen müssen.
Häufige Fragen
Wann sind Bilder lizenzfrei?
„Lizenzfrei“ heißt meist: Sie zahlen einmal oder gar nicht und dürfen das Bild danach ohne weitere Gebühren nutzen. Eine Lizenz gibt es trotzdem, und sie legt fest, was erlaubt ist. Frei von Rechten sind nur gemeinfreie Werke, deren Schutzfrist abgelaufen ist.
Welche Bilder darf man kommerziell nutzen?
Bilder von Pexels, Unsplash, Burst, StockSnap und Pixabay dürfen Sie auch geschäftlich nutzen, etwa auf Ihrer Firmen-Website. Grenzen setzen die Verbote der jeweiligen Lizenz, bei Pixabay zum Beispiel Bilder mit erkennbaren Marken. Bei Creative-Commons-Bildern mit dem Kürzel NC ist die kommerzielle Nutzung ausgeschlossen.
Muss ich bei Pixabay, Pexels oder Unsplash den Fotografen nennen?
Nein, alle drei verlangen keine Namensnennung, freiwillig ist sie gern gesehen. Anders bei Magnific (früher Freepik): Dort ist die Quellenangabe für kostenlose Inhalte Pflicht.
Darf ich Bilder aus der Google-Suche verwenden?
Nicht ohne Weiteres. Google zeigt Bilder fremder Websites, und die meisten sind urheberrechtlich geschützt. Mit dem Filter nach Nutzungsrechten finden Sie Bilder mit Lizenzangaben, die Lizenz müssen Sie aber an der Quelle selbst prüfen.
Brauche ich bei Fotos mit Personen eine Einwilligung?
Ja. Nach § 22 KUG dürfen Bilder von Personen nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden. Kostenlose Plattformen sichern das oft nicht zu, Canva etwa holt für kostenlose Inhalte in der Regel keine Freigaben ein. Für Werbung und die Startseite sind Bilder ohne erkennbare Personen deshalb die sicherere Wahl.
Meine Empfehlung
Für eine Firmen-Website sind Pexels, Unsplash und Burst ein guter Start: keine Namensnennung, klare Lizenzen, große Auswahl. Legen Sie zu jedem Bild Quelle und Lizenz ab, und nehmen Sie für Werbung lieber Bilder ohne erkennbare Personen oder Marken. Wenn Sie gerade eine neue Website planen, finden Sie hier mein Angebot für das Webdesign Ihrer Website.
Für Ihr eigenes Projekt: Checklisten zum Abhaken und als PDF