Aktualisiert am 7. Oktober 2026
WordPress 7.0: Das größte Update seit Jahren?
WordPress 7.0 erschien am 20. Mai 2026 mit AI Client und Connectors im Core, neuem Admin-Design und neuen Blöcken. Was davon für Ihre Website zählt.
Inhalt
WordPress 7.0 „Armstrong“ ist am 20. Mai 2026 erschienen (Release-Ankündigung auf wordpress.org). Die Version hat zum ersten Mal eine Schnittstelle zu KI-Modellen in den Core gebracht, dazu ein überarbeitetes Admin-Design, neue Blöcke und einige Werkzeuge für Entwickler. Dieser Beitrag fasst zusammen, was tatsächlich ausgeliefert wurde. Grundlage sind die Release-Ankündigung und der WordPress 7.0 Field Guide des Core-Teams.
Stand: 7. Oktober 2026. Inzwischen ist WordPress 7.1 erschienen (19. August 2026, Ankündigung), aktuell ist WordPress 7.1.3. Wer noch auf 7.0.x läuft, sollte das Update einplanen.
KI im Core: AI Client und Connectors
Die größte Neuerung ist der WP AI Client. Er ist eine zentrale Schnittstelle, über die Plugins generative KI-Modelle ansprechen können, ohne an einen bestimmten Anbieter gebunden zu sein. Die Verbindungen verwalten Sie unter Einstellungen > Connectors. Dort sind drei Anbieter voreingestellt: Anthropic, Google und OpenAI. Weitere lassen sich ergänzen. Den API-Schlüssel hinterlegt man einmal, Plugins nutzen dann diese Verbindung.
Dazu kommt eine JavaScript-Variante der Abilities API. Die Abilities API selbst gibt es seit WordPress 6.9. Sie beschreibt Funktionen einer Website in einer maschinenlesbaren Form, sodass Automatisierungen und KI-Werkzeuge sie gezielt aufrufen können.
Wichtig für die Einordnung: WordPress 7.0 liefert die Infrastruktur, nicht die fertigen KI-Funktionen. Bildgenerierung, Titel- und Auszugsvorschläge oder automatische Alternativtexte kommen über das separate Plugin AI von WordPress.org oder über Plugins anderer Anbieter. Ohne Plugin und ohne hinterlegten API-Schlüssel ändert sich an einer Website durch den AI Client nichts.
Admin und Editor
- Neues Admin-Farbschema „Modern“ und weiche Übergänge beim Wechsel zwischen Admin-Seiten.
- Befehlspalette per ⌘K oder Strg+K, jetzt mit eigenem Symbol in der Admin-Leiste.
- Schriftenverwaltung als eigene Admin-Seite, auch für klassische und hybride Themes.
- Visuelle Revisionen: Zwei Versionen eines Beitrags lassen sich direkt vergleichen und wiederherstellen.
- Iframe-Editor: Der Beitragseditor läuft im Iframe, sobald alle im Beitrag verwendeten Blöcke die Block-API-Version 3 oder höher nutzen. Steckt ein älterer Block im Beitrag, lädt der Editor ohne Iframe, damit dieser Block weiter funktioniert. Details stehen im Developer-Beitrag zu den Iframe-Änderungen.
Neue Blöcke und Design-Werkzeuge
- Neue und überarbeitete Blöcke: Breadcrumbs, Icons, ein neuer Heading-Block und ein Galerie-Block mit Lightbox-Diashow.
- Blöcke je Gerät ein- und ausblenden, ohne die anderen Bildschirmgrößen zu beeinflussen.
- Menü-Overlay für Mobilgeräte, das sich mit Blöcken und Patterns frei gestalten lässt.
- Eigenes CSS pro Block direkt im Beitrag oder auf der Seite.
Was sich für Entwickler geändert hat
- Block-Registrierung nur mit PHP: Blöcke und Patterns lassen sich serverseitig ohne JavaScript-Build registrieren.
- Erweiterbarer Site-Editor mit Routing und dem neuen Paket
wordpress/boot, über das Plugins eigene Site-Editor-Seiten bauen können. - Weiterentwicklungen bei der Interactivity API, den DataViews und DataForms und der Block Bindings API.
- Für KI-Funktionen: die Funktion
using_model_preference()und die KlasseWP_AI_Client_Prompt_Builderim AI Client sowie die neue Connectors API.
Die vollständige Liste mit allen Developer Notes steht im Field Guide.
Was Website-Betreiber beachten sollten
Prüfen Sie vor jedem Major-Update, ob Theme und Plugins mitziehen, am besten auf einer Staging-Kopie. Bei 7.0 betraf das vor allem selbst gebaute oder ältere Blöcke: WordPress verlegt den Beitragseditor schrittweise ins Iframe, und das Core-Team rät Blockentwicklern, auf die Block-API-Version 3 umzustellen. Wie schnell ein Update eine Website lahmlegen kann, zeigte die Folgeversion: Nach WordPress 7.1 löste WP Rocket einen Fatal Error aus.
Bei den KI-Funktionen lohnt es sich, bewusst zu entscheiden, welche Plugins Zugriff auf die hinterlegten Connectors bekommen. Mit dem API-Schlüssel hängen auch Kosten beim KI-Anbieter und die Frage zusammen, welche Inhalte an ihn übertragen werden.
Wenn Sie größere Core-Updates nicht selbst begleiten möchten: In der WordPress Betreuung teste ich jede neue Version zuerst auf einer Staging-Kopie Ihrer Seite und spiele sie erst dann ein, wenn Theme und Plugins nachweislich mitziehen.
Für Ihr eigenes Projekt: Checklisten zum Abhaken und als PDF